Brain scans of 513 patients with epilepsy of late onset were analysed with reference
to the patient's age and sex and to the nature of convulsion. Only 17 of them showed
an abnormal concentration of radionuclide indicating a space-occupying lesion in the
brain. The findings of those patients who had positive brain scans were correlated
with EEG findings.
It was found that the incidence of epilepsy of late onset is almost 3 times higher
in males than in females and that the age cannot be considered as a criterion for
screening the patients for brain scan investigation as far as epilepsy of late onset
is concerned.
In our opinion, the incidence of 3.3 % is not too low. A positive brain scan finding
calls for further investigation and helps in deciding the management and further line
of treatment of the patients. Moreover, a normal scan rules out the presence of a
space-occupying lesion and helps as a screening procedure.
Hirnszintigraphien von 513 Patienten mit spät auftretender Epilepsie wurden unter
Berücksichtigung des Alters, Geschlechts und der Art des Anfallsleidens beurteilt.
Nur 17 Szintigramme zeigten abnorme Radionuklideinlagerungen, die auf einen raumfordernden
zerebralen Prozeß hinwiesen. Die Ergebnisse dieser Patienten mit positiven Hirnszinti-grammen
wurden mit den EEG-Befunden verglichen.
Anhand der Ergebnisse der 513 Patienten stellte sich heraus, daß die spät auftretende
Epilepsie nahezu dreimal häufiger bei männlichen als bei weiblichen Patienten gefunden
wurde. Das Alter darf bei der Indikationsstellung zur Hirnszintigraphie nicht berücksichtigt
werden, wenn es sich um Patienten mit spät auftretender Epilepsie handelt.
Nach unserer Meinung ist eine Häufigkeit von 3,3% nicht zu niedrig. Eine positive
Hirnszintigraphie erfordert weitere Untersuchungen und hilft in der Entscheidung bei
der Weiterführung des Patienten und in seiner Weiterbehandlung. Bei Patienten mit
unauffälligem Szintigramm werden verdrängende Prozesse ausgeschlossen. Als Suchmethode
ist das Hirnszintigramm zuverlässig.